SmartConvert by Filmomat - DIE Softwarelösung für alle die ihre Negative mit einer DSLR aufnehmen

Die Ergebnisse und das Labor

Die analoge Fotografie ist von unglaublich vielen Faktoren beeinflusst. Dabei spielt neben Film, Objektiv, Motiv vor allem die Weiterverarbeitung des Materials eine erhebliche Rolle. Noch vor einigen Jahren habe ich S/W-Filme noch selbst entwickelt. Bei Farbfilmen habe ich mich schon immer auf Labore verlassen oder abgestützt.

Machen wir uns aber nix vor - gerade analoge Fotografie kostet Geld. Die Entwicklung eines Kleinbildfilmes (C41-Prozess) kostet mich aktuell (11/2025) 6,50€ bei meinem Labor des Vertrauens. Möchte ich diese dann noch digitalisieren lassen um die Möglichkeit eines A4-Prints zu bekommen, schlagen weitere 10,00€ für den Scan (2500Px auf kurzer Seite als JPG) zu Buche. Eine richtige Ausbelichtung mit Vergrößerer ist schon fast unvernünftig und sollte sich wirklich nur auf einzelne ausgewählte Negative beschränken.

Versteht mich bitte nicht falsch! Es geht keineswegs um die Preisgestaltung eines guten Labors. Vor allem wenn ihr mit den Ergebnissen zufrieden seid. Was mich aber stört und das hat keineswegs mit meinem Labor des Vertrauens was zu tun, sondern könnte auf alle Labore ausgeweitet werden. Ich kann den Scan nur begrenzt beeinflussen.

Ich persönlich möchte einfach mehr Kontrolle über meine Bilder bekommen - ich will Sie zeigen wie ICH sie sehe - nicht wie mein Labor meine Bilder interpretiert. 

Abhilfe musste her...

Internet sei Dank, gibt es heute jede Menge Möglichkeiten der Digitalisierung von Filmen. Von rudimentär bis elitär und dazwischen. Da ich bereits ein bereites Portfolio von Kameras verfüge, war die Methode des Scans mittels Digitalkamera die naheliegendste. Konvertierung von S/W-Filmen benötigen in der Regel keine extra Software und können mit fast jedem Programm vorgenommen werden.

Die manuelle Konvertierung von Farbbildern hingegen empfand ich als aufwendig, wenig konsistent und zeitintensiv. Hier musste ich Abhilfe schaffen, wenn ich mich nicht auf mein Labor verlassen  und selbst Hand anlegen möchte.

Als Standard wird einem immer Negative Lab Pro vorgeschlagen (99$ Stand: 11/2025) auf die viele schwören. Natürlich habe ich mir die Demo heruntergeladen. Die Farbumwandlungen sind in Ordnung, wenn auch teils knallig. Ich finde es auch nicht so intuitiv und teils zu kompliziert. Aber das ist rein persönliche Präferenz. Was mich aber am meisten gestört hat - es ist ein PlugIn für Adobe Lightroom. Ich wollte ein Programm, dass nicht von einer weiteren Software abhängig ist. Die Suche ging also weiter...

Es gibt auch eine Reihe an kostenlosen Convertern (DarkTable oder RawTherapee) die mich persönlich nicht überzeugen konnten. Leider zu viele Kompromisse. 

Dann bin ich auf eine deutsche Firma aufmerksam geworden, die dass möglich gemacht haben, was ich suchte. Ein Stand-Alone-Programm, dass nach Kauf auch noch lebenslange Updates inkludiert und sogar persönlicher Kontakt zu Lukas Fritz - dem Kopf hinter der Firma Filmomat. Als ich es kaufte, lag der Preis noch bei 99€ (199,00€ Stand: 11/2025). 


"Inspired by the efficiency of industrial film scanners like the Fuji Frontier, SmartConvert is designed for simplicity and power. Effortlessly transfer your (DSLR-) scanned negatives into stunning positives. Clever keyboard shortcuts and the lack of unnecessary gimmicks enable a quick workflow. SmartConvert focuses on the essentials, delivering a seamless experience that mirrors the precision of professional film scanning."

Die Kosten... 199€ zu viel?!

Setzen wir das nochmal kurz in Relation zu meinem Labor des Vertrauens. 200€ wären Scans von 20 Filmen ohne Entwicklung. Heißt in meinem Fall hätte sich die Software bereits nach dem Digitalisieren von 20 Filmen amortisiert. Und das für eine Software die lebenslange Updates inkludiert! Wenn Träume war werden...

ABER...

Die Hardware zum Digitalisieren der Negative beinhaltet das natürlich nicht. Die Software ist nur dann sinnig, wenn Sie bereits einen Scanner haben oder eine Digitalkamera mit Makroobjektiv. Mein Setup kann ich gerne in einem der folgenden Beiträge mal zeigen. Geht heute hier zu weit.

Erfahrungen mit SmartConvert

Vielleicht hier nochmal der Disclaimer - ich wurde nicht gesponsort - ich habe das Programm selbst gekauft.

Nach Digitalisierung von mehr als 50 Filmen im 35mm Kleinbild und 6x7 Mittelformat in S/W und Farbe bin ich von der Software noch immer überzeugt. 

Die Oberfläche von SmartConvert ist einfach gehalten und orientiert sich an professionellen Filmscannern wie dem Fuji Frontier, den auch mein Labor nutzt. Das Einarbeiten in die Software ist verglichen mit anderen Programmen denkbar einfach und intuitiv. Bei Fragen kann man sich persönlich auch an Lukas wenden, der mir auch hier und da geholfen hat. 

Der Import von Bildern gestaltet sich einfach und benutzerfreundlich, kann aber auch über einen "Hot-Folder" zeitgleich beim Fotografieren importiert werden.

Der zugrundeliegende Verarbeitungsalgorithmus bewahrt die Essenz des Filmes, indem er jegliche künstliche Bildbearbeitung vermeidet. Ergebnis: ein neutrales Negativ ohne einen bestimmten Look. Eine sehr gute Ausgangsbasis für die weitere Verarbeitung meiner Bilder.

Integriert sind neben der schnellen Anpassung von Kontrast, Dichte und Sättigung auch die präzise Steuerung von Weißabgleich, einer "Flatfield-Correction" um gegen Vignettierung unsere Objektive gegenzusteuern, auch eine Auto Crop - Funktion, die zumindest bei mir noch regelmäßig manuell angepasst werden muss. Möglicherweise noch ein Einstellungsproblem von mir.

Seit meinem Kauf gab es zwei größere Updates welche die Performance erheblich verbessert haben. Der Import geht nun zügiger von statten und eine Stapelverarbeitung ist nun auch endlich möglich. Auch das ich nun Formate für den Crop festlegen kann ist eine sinnvolle Ergänzung. Vermutlich werden weitere Updates weitere sinnvolle Ergänzungen mit sich bringen.

Auch ein Control Panel wird mittlerweile angeboten, dass die Arbeit mit der Software weiter an das Erlebnis eines professionellen Laborscanners angleicht. Hier kann ich euch leider keine Erfahrungswerte liefern, da ich mich bisher noch nicht zu einem Kauf durchringen konnte.

Ein weiterer Schritt den die Firma Filmomat gegangen ist begrüße ich vollends. Eine Herausforderung beim "Homescanning" ist und bleibt Staub. Egal wie gut wir arbeiten, vollends vermeiden lässt es sich nicht.
Laborscanner und einzelne Heimgeräte verfügen über ICE (Image Correction & Enhancement - automatische Staub- und Kratzererkennung) die im professionellen Einsatz durch eine Lichtquelle im Infrarot-Bereich die Oberfläche abtastet oder softwareseitig Staubkörner und Kratzer korrigiert.

Die Software Dustomat könnte hier Abhilfe schaffen. Ich werde mir demnächst sicherlich mal die Demo ansehen und dann entscheiden wie sich die Software schlägt. Sollten die Ergebnisse stimmig sein, kann man weiter seinen Workflow beschleunigen.

Ein Beispiel




Final Thoughts

Klar festzuhalten - diese Software ersetzt keineswegs den Fuji Frontier SP-3000 oder Noritsu meines Labors und dessen Look. SmartConvert versucht weder den ein oder anderen Look zu reproduzieren, sondern erwartet, dass der User seinen eigenen Look entwickelt. Und das ist für mich persönlich die klare Stärke der Software. Sie nimmt dir nicht alles ab - bleibt aber einfach in der Bedienung.
ICH bin derjenige der nun über den Look entscheidet und damit auch derjenige der entscheidet WIE ich die Bilder gesehen habe und Sie euch zeige.
Wenn die Geschwindigkeit beim Import und Export weiter gesteigert werden kann, dann wäre das ein weiterer Pluspunkt. Hier gibt es derzeit Programme die schneller agieren.

Ich bleibe dennoch dabei. Für mich ganz persönlich und meinen Workflow bleibt SmartConvert mein Programm zur Konvertierung von Negativen.

MW

Keine Optimierung - reine Konvertierung der Negative (Portra 400 - 1 Blende überbelichtet)

Keine Optimierung - reine Konvertierung der Negative (Portra 400 - 1 Blende überbelichtet)

Leica M4-2 + Voigtländer 50mm 1.1 auf Kodak Gold 200 (nachträgliche Korrekturen in Lightroom - Nachschärfen, Rauschreduzierung Farbe)

Links:





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